Dienstag, 14. Mai 2013

Digitale Infosysteme in Kommunalverwaltungen

Das Gefühl der Bürger, immer weniger an Entscheidungen beteiligt zu sein, ist oft auf mangelnde Kommunikation zurückzuführen. Bis zu einem gewissen Grad ist dies aber leicht zu erklären. Behörden stehen zwar im Dienst des Staates, sind jedoch lediglich ausführende Organe. Sie sind dafür zuständig, die Entscheidungen Anderer zu vollziehen. Dieser Rolle bleibt es leider verwehrt, aus berechtigter Kritik die passenden Konsequenzen zu ziehen.

BehördeninfoDeshalb ist es bei einer Kommunalverwaltung auch nicht üblich, ihre Arbeit nach außen hin zu vermitteln. Diesem Effekt kann begegnet werden, auch wenn in Zeiten leerer Kassen kein zusätzliches Personal eingestellt wird, um in einen Dialog mit Bürgern zu treten. Eine leicht umzusetzende Lösung für dieses Problem sind Bürgerterminals von ekiosk.

Sie bieten die Möglichkeit, die für Bürger relevanten Informationen zusammenzufassen und auf ansprechende Weise zu präsentieren. Die Integration solcher Geräte ist in der Regel problemlos möglich. Andere Servicegeräte, die seit Jahren eine ganz bestimmte Funktion erfüllen, werden einfach durch multi-funktionelle Geräte ersetzt, wenn diese ohnehin ausgetauscht werden müssen. Die typischen Behördengänge dienen dann nicht mehr rein der Erledigung bestimmter Aufgaben, sondern bieten Zusatzfunktionen an. Die Bürger können bei dieser Gelegenheit ihr Recht auf Informationen wahrnehmen. Aber auch zusätzliche Kiosksysteme in der Verwaltung machen durchaus Sinn. So bieten sich die Foyers von Behörden besonders an, um Bürgern den geeigneten Zugang zu Informationen über die Arbeit der Behörde zu verschaffen, welche sie direkt betrifft. Per Touchscreen haben sie die Möglichkeit, Inhalte audiovisuell zu erfahren, relevante Daten abzurufen und selber zu bestimmen, welchen Teil aktueller Planungen sie interessiert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Aktualität jederzeit gegeben ist, durch die Vernetzung der behördlichen Datenbanken mit den Informationsterminals des Bürgerservice. Dieser geht also zum ersten Mal über die Passivität hinaus, welche die Menschen vor vollendete Tatsachen zu stellen scheint. Wer genau weiß, was gerade vor sich geht, muss vor dem Ergebnis weniger Angst haben. Diese einfache Feststellung wurde leider viel zu lange vernachlässigt. Wie gesagt: Es kostet nicht viel, neben der automatisierten Administration, zusätzlichen Informationsbedarf zu decken. Moderne Kiosksysteme sind genauso in der Lage, örtliche Orientierungshilfe anzubieten oder Anträge auszudrucken. Die Erweiterung dieser Grundfunktionen ist bei weitem nicht so teuer, wie die Kosten anderer Maßnahmen. Infoterminals sollten immer ein Angebot an diejenigen darstellen, welche von Entscheidungen direkt betroffen sind.

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